Passives Einkommen oder aktives Einkommen – Tipps in 2022

Passives Einkommen

Du möchtest Geld verdienen, während Du schläfst? Ein passives Einkommen lässt den Traum wahr werden. Hier liest Du, welche Unterschiede zwischen einem passiven Einkommen und einem aktiven Einkommen bestehen und warum ein passives Einkommen so beliebt ist.

Was ist ein passives Einkommen?

Du stehst morgens auf, fährst zur Arbeit und verbringst etwa neun Stunden im Büro. Du tauschst also einen Teil Deiner Lebenszeit und Deiner Energie für Dein Gehalt ein. Um bezahlt zu werden, leistest Du aktive Arbeit – sei es am Schreibtisch oder in Form von körperlicher Tätigkeit. Du verdienst Dir somit ein aktives Einkommen.

Ein passives Einkommen erhältst Du hingegen, ohne dafür direkt aktiv tätig zu werden. Die Betonung liegt auf direkt: Schreibst Du zum Beispiel ein Buch, wirst Du in diesem Moment natürlich aktiv tätig. Hast Du das Buch aber beendet und lässt es (zum Beispiel durch einen Verlag) verkaufen, musst Du dafür keinen Finger mehr krümmen. Mit jedem verkauften Exemplar erhältst Du ein wenig Geld – egal, ob Du zu diesem Zeitpunkt gerade schläfst oder am Strand liegst. Diese Art von Verdienst wird als passives Einkommen bezeichnet.

Entspannung dank passivem Einkommen
Entspannung dank passivem Einkommen

Ein passives Einkommen schließt nicht aus, dass Du jemals dafür aktiv tätig geworden bist. Bist Du zum Beispiel Eigentümer eines Hauses und vermietest einzelne Wohnungen, ist das eine Form des passiven Einkommens. Dabei fallen aber natürlich trotzdem aktive Arbeiten an wie Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen.

Was genau unterscheidet also ein passives Einkommen von einem aktiven Einkommen? Im letzteren Fall tauschst Du Deine Lebenszeit direkt gegen ein Gehalt ein. Typische Beispiele sind Jobs, die pro Stunde bezahlt werden. Ein passives Einkommen löst diese Verbindung und koppelt Deinen Verdienst an andere Faktoren – zum Beispiel an den Erfolg oder die Beliebtheit Deiner Produkte.

Welche Nachteile hat ein aktives Einkommen?

Tauschst Du Deine Lebenszeit direkt gegen einen Stundenlohn ein, diktiert Dir Dein Arbeitgeber letztlich, wie viel Deine Zeit wert ist. Dabei kommt es nicht auf eine konkrete Stundenlohnvereinbarung an. Es reicht dass Du einen regulären Job mit festen Arbeitszeiten hast. Mit Deinem Arbeitsvertrag legt Dein Arbeitgeber eine bestimmte Summe fest, mit der er den Wert Deiner Zeit beziffert. Sie kann zwar durch Gehaltserhöhungen minimal wachsen, bleibt aber zum größten Teil unverändert.

Dies verschafft Dir zwar eine gewisse finanzielle Sicherheit. Ein aktives Einkommen lässt aber einen wichtigen Faktor außer Acht: Wie könntest Du Deine Zeit so nutzen, dass Du mit ihr mehr Geld erwirtschaftest? Nimmst Du das oben beschriebene Tauschgeschäft vor, schöpfst Du mit einer großen Wahrscheinlichkeit nicht Dein volles Potenzial aus. Du leistest genau die Arbeit, die Dein Arbeitgeber Dir vorschreibt. Genau das ist aber der limitierende Faktor: Nutzt Du Deine Zeit, um zum Beispiel Anrufe entgegenzunehmen, hat diese Arbeit für Deinen Vorgesetzten einen gewissen Geldwert. Im besten Fall bezahlt er Dich dafür fair. Würdest Du aber die gleiche Zeit einsetzen, um ein Produkt zu entwickeln, mit dem Du später das Leben von tausenden von Menschen vereinfachen kannst, hätte dies einen weitaus höheren Geldwert.

Letzteres Szenario interessiert Deinen Arbeitgeber aber nicht. Er sieht lediglich, wie Du in seinem Unternehmen Arbeit wegschaffen kannst. Dass Du Deine Zeit anderswo viel gewinnbringender einsetzen könntest, sollte aber Dich interessieren. Schließlich musst Du Dich mit dem erhaltenen Geldwert zufriedengeben. Und Lebenszeit kehrt nicht zurück – sie ist damit die wertvollste Ressource, die Du hast.

Lebenszeit
Lebenszeit kehrt nicht zurück

Welche Vorteile hat ein passives Einkommen?

Ein passives Einkommen beziffert nicht länger Deine unendlich wertvolle Lebenszeit mit einem Geldwert. Stattdessen investierst Du einmal Zeit, Energie oder Geld, um Dir davon eine dauerhafte Einnahmequelle zu erwirtschaften. Ein – vielleicht absurdes – Beispiel ist das deutsche Rentensystem. Du investierst ca. 40 bis 50 Jahre, um danach ein Einkommen ohne Gegenleistung zu erhalten. Dieser Tausch ist insofern fragwürdig, als dass Du nach Deinem Renteneintritt wohl kaum noch weitere 50 Jahre leben wirst.

Das Ziel des passiven Einkommens ist es, die erste Zeitspanne so weit wie möglich zu verkürzen und die zweite Zeitspanne möglichst zu verlängern. Ein weiteres Ziel ist natürlich, mit möglichst wenig aktiver Zeit ein möglichst hohes passives Einkommen zu erwirtschaften.

Passives Einkommen und aktives Einkommen vereinbaren

Ein passives Einkommen fällt nicht vom Himmel. Beginnst Du gerade erst damit, Dir ein passives Einkommen aufzubauen, hast Du vermutlich noch einen ganz normalen Job. Das ist keineswegs schlecht – im Gegenteil. Er bietet Dir finanzielle Sicherheit und die Ressourcen, die vielleicht für Deine passive Einkommensquelle benötigst. Es wäre weder klug noch nachhaltig, Deinen aktiven Job sofort zu kündigen. Stattdessen solltest Du Dir erst ein langfristiges und verlässliches passives Einkommen aufbauen, bevor Du Dich von Deinem aktuellen Beruf verabschiedest. Nimmt Dein Job sehr viel Zeit in Anspruch, kannst Du über eine Stundenreduzierung nachdenken. Dies geht zwar mit einem geringeren Gehalt einher, gibt Dir aber die Zeit und die Freiheit, Dir eine zweite Einkommensquelle aufzubauen.

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